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Gehirn-Training im Zeichen der blauen Wildsau
„Schlaukopf-Center“ feiert sein zehnjähriges Bestehen –
Programm zur Steigerung der Hirnleistung
„Unser Gehirn muss, damit es gut funktioniert, genauso trainiert werden wie der Körper,“ sagt die Diplompädagogin Maria Zmenda. Sie bietet in ihrem „Training Center Schlaukopf“ (TCS) ein, wie sie sagt, in der Region einmaliges Programm dafür an. Es erhöht die Konzentrationsfähigkeit, verbessert das Erinnerungsvermögen, steigert die Lernfähigkeit und baut Ängste und Komplexe ab. Das wiederum stärkt das Selbstbewusstsein. Bessere Schulnoten sind die Folge.
Die blaue Wildsau auf dem Fensterbrett in der Glockenstraße ist ein echter Hingucker. Sie ist eines der Exemplare, die der Nürnberger Kunstprofessor Ottmar Hörl einst als Erinnerung an die Wildschweine auf dem heutigen Siemens-Gelände in Moorenbrunn schuf. Maria Zmenda bekam sie von Freunden geschenkt, die begeistert waren von den Erfolgen, die die Diplompädagogin mit dem Konzentrations- und Gedächtnistraining bei ihren Schülerinnen und Schülern erzielt hat. Inzwischen ist die Wildsau ein Synonym geworden für den Slogan von TCS. Der heißt nämlich
„Wild aufs Lernen“.
Bereits rund 400 Kindern hat Maria Zmenda in den zehn Jahren, in denen sie ihr TCS schon betreibt, das Lernen beigebracht. Gut 80 Prozent davon hätten nach einem sechs- bis zehnmonatigen Seminar ihre Zeugnisnoten wesentlich verbessert, sagt die Lehrerin stolz. Ähnliche Erfolge gebe es bei den vierwöchigen Schnellkursen zur Vorbereitung auf das Abitur.
Vor mehr als 20 Jahren kam Maria Zmenda aus Oberschlesien, wo sie polnische Literatur und Theaterwissenschaften studiert hatte und als Gymnasiallehrerin tätig war, nach Deutschland. Schnell erkannte sie, dass viele Teenager in der westlichen Konsumgesellschaft Konzentrationsprobleme haben und es Erziehungsprobleme gibt, die man in Polen zu der Zeit nicht kannte. Deshalb half sie zunächst bei Freunden und Bekannten, das Gehirn deren Kinder durch Gedächtnis- und Konzentrationstrainings mehr zu aktivieren, bis ein Kinderarzt sie ermutigte, ein Lernstudio aufzumachen. Das feiert heuer bereits sein zehnjähriges Bestehen und hat regen Zulauf.
Gestärktes Selbstbewusstsein
In familiärer Atmosphäre mit Spielen als Basis wird den Kindern und Jugendlichen das Lernen gelehrt. Neue werden stets freundlich empfangen und schnell in den Kreis aufgenommen. So ein Gemeinschaftsgefühl stärkt das Selbstbewusstsein. Damit das Wohlgefühl stimmt gibt es auch schon mal einen Ausflug zur Eisdiele oder eine Pizza.
Großen Wert legt Maria Zmenda auch auf die Kontakte zur Familie ihrer Schülerinnen und Schüler, und wenn es gewünscht wird geht sie zur Lehrersprechstunde in die Schulen. Mit denen sind die Kontakte ohnehin bestens. So hat die Pädagogin ihre Lerntechniken bereits im Ohm-Gymnasium vorgestellt, und auch in der Pestalozzischule ist sie aktiv. Über diese Kontakte ist ein Workshop entstanden, den die Erlangerin auf dem mittelfränkischen Lehrertag Anfang April in Schwabach halten wird. „Kinder begeistern und den Lehrern die Arbeit erleichtern“ heißt der vielsagende Titel.
Auch von der Siemens AG wurde die Pädagogin schon engagiert, um das Erinnerungsvermögen der Mitarbeiter mit Mnemotechniken und mit kurzwei-ligen Übungen zu verbessern.
„Wir bieten keinen Nachhilfeunterricht und sind auch keine Konkurrenz zu den erfolgreichen und etablierten Nachhilfe-Instituten,“ stellt Maria Zmenda klar. Das machen auch ihre Materialien und Aufgaben deutlich, die sie in ihren Lernstunden und bei kostenlosen Spielnachmittagen verwendet. Kürzlich ist die zehnte Ausgabe ihres Schlaukopf-Heftes erschienen, das Übungen und Spiele für jedermann bietet und Konzentration und logisches Denken fördern soll.
kds |